Vorzeigeprojekt Almlamm am Hauser Kaibling

EU-Leader Projekt "Ennstal-Lamm"

Das Almlammprojekt wurde 2008 ursprünglich als EU-LEADER-Projekt gestartet und entwickelte sich bis heute ausgezeichnet. Im Fokus steht ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erzeugen - das Ennstal Lamm. Gleichzeitig wird die Almlandschaft ökologisch gepflegt, die Artenvielfalt erhalten und ein Zuwachsen verhindert. Höhepunkt des Almlammprojektes ist das jährlich stattfindende Steirische Almlammfest immer am letzten Sonntag im Juli - dieses Jahr am 29. Juli 2018!

Das Projekt

Der Anfang

Mit dem Auftrieb von über 800 Schafen auf den Hauser Kaibling setzte der Schaf- & Ziegenzuchtverband mit den Hauser Kaibling Bergbahnen neue Impulse im Bereich der Landschaftspflege:

  • Gezielte Beweidung von Alm- und Pistenflächen
  • Wissenschaftliche Betreuung durch das LFZ Raumberg-Gumpenstein
  • Touristischer Nutzen
  • Professionelle Vermarktung

Die Schafhaltung hat in Österreich und natürlich auch im Bezirk Liezen eine lange Tradition. Bedingt durch den Rückgang von landwirtschaftlichen Betrieben, durch ständig steigende Kosten und auch Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft wurden auch die Almen zunehmend weniger bewirtschaftet. Das führt auf kurz oder lang zu dem Umstand, dass die Almen „zuwachsen“: Zwergsträucher, Sträucher und Bäume kommen auf. Auch die allgemeine Klimaerwärmung trägt das ihre dazu bei – die Waldgrenze steigt unaufhaltsam nach oben.

Die Umsetzung

Um dieser Entwicklung entgegenzuhalten, hat der Steirische Schafzuchtverband mit verschiedenen Partnern, wie zum Beispiel der Gemeinde Haus im Ennstal, den Hauser Kaibling Bahnen, dem LFZ Raumberg-Gumpenstein, sowie der Agrarbezirksbehörde Stainach, im Jahr 2008, das Almlämmer-Projekt am Hauser Kaibling ins Leben gerufen.

Anfang/Mitte Mai werden die Schafe auf den Hauser Kaibling aufgetrieben und verbringen dort ihre Sommerfrische! Für den Schäfer - seine Aufgabe ist es, die ca. 800 Schafe und Lämmer gut durch die Saison zu bringen - gehen die Vorbereitungen bereits Anfang Mai los. Beim Auftrieb werden die Schafe registriert, gewogen, entwurmt und einem genauen Gesundheitscheck unterzogen. Das gesamte Körpergewicht dieser Tiere liegt bei rund 40.000kg. In den 120 Tagen der Weideperiode wird die Schafherde insgesamt mehr als 1  Million kg wertvolles Gras, schmackhafte Almkräuter und Blätter von Sträuchen am Hauser Kaibling fressen. "Damit leistet die Herde einen wesentlichen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaft" so Arthur Moser, Geschäftsführer der Hauser Kaibling Seilbahn.

"Kuraufenthalt" am Hauser Kaibling

Abgesehen davon, dass sich die Tiere auf der Alm sehr wohl fühlen (vergleichbar mit einem „Kuraufenthalt“) bietet die sehr vielseitige Futterzusammenstellung beste Voraussetzungen für die Produktion hochwertiger Almlämmer, welche dann über das Ennstaler Schafbauernzentrum organisiert vermarktet werden.

Die ökologische „Pistenpflege“

Nachdem neben den Almflächen auch die Pistenflächen der Hauser Kaibling Bahnen beweidet werden, sorgen die Schafe für eine äußerst ökologische „Pistenpflege“ – der Einsatz von schweren Maschinen und Geräten kann somit wesentlich verringert werden.
Seitens des LFZ Raumberg-Gumpenstein wird diese Herde wissenschaftlich begleitet, wobei es um die Fragen der Auswirkung der Beweidung auf den Pflanzenbestand als auch auf die tierischen Leistungen (Zunahmen, Fleischqualität) geht.

Bergschäfer am Hauser Kaibling

Der gesellige Bergschäfer Franz Secklener betreut im Almsommer rund 800 Schafe am Hauser Kaibling - gemeinsam mit seinem Hütehund "Fly". „Als leidenschaftlicher Skifahrer bin ich sehr stolz dieses tolle Projekt unterstützen zu dürfen. Ich genieße die Zeit, welche ich mit meinem Hund und unserer 800 Stück großen Schafherde auf den Pistenflächen des Hauser Kaibling verbringe“, freut sich Franz Secklener. Die Verbundenheit zu den Schafen liegt nahe, war der erfahrene Schäfer doch ein Pionier in Sachen Schafhaltung und Direktvermarktung. Sogar einen Innovationspreis für einen der ersten Schafhaltungs-Betriebe mit Vollerwerb erhielt der aus Laakirchen in Oberösterreich stammende Schäfer. Photo: Martin Huber & Fritz Baumann

11. Steirisches Almlammfest

Abgerundet wird dieses Projekt mit dem einzigartigen, alljährlichen Steirischen Almlammfest am letzten Sonntag im Juli - dieses Jahr am 29. Juli 2018.

Den Höhepunkt des Almsommers am Hauser Kaibling bildet wiederum das Steirische Almlammfest, das am 29. Juli bereits zum 11. Mal stattfindet. Eine große LINDNER-Traktorenausstellung, ein lustiges Schaf-Rennen zum Mitwetten und Gewinnen, kulinarische Köstlichkeiten „rund ums Schaf“, uvm. machen diesen Tag zum Erlebnis für die ganze Familie. EINTRITT FREI!

Programm-Highlights:

  • Einzug des Schäfers mit Hütehund und Schafherde
  • Große LINDNER-Traktorenausstellung
  • Lustiges Schafe-Rennen zum Mitwetten und Gewinnen
  • Kulinarische Spezialitäten vom "Ennstal Lamm"
  • Tolle Verlosung mit vielen Preisen
  • Frühschoppen mit der Marktmusik Heiligenkreuz am Waasen
  • Gute Stimmung mit den "Schoffeichtkoglposchern" aus Wörschach
  • Täglicher Sommerbetrieb ab 18. Mai 2018 am Hauser Kaibling

Das Almlammfest beginnt um 9.30 Uhr mit dem ökumenischen Wortgottesdienst, die offizielle Eröffnung erfolgt um 10 Uhr. Danach spielt die Marktmusik Heiligenkreuz am Waasen zu einem zünftigen Frühschoppen auf. Um 11 Uhr bringt der Schäfer mit seinem Hütehund etwa 400 Schafe direkt zum Festgelände. Für die musikalische Umrahmung sorgen die "Schoffeichtkoglposcher" ab 13 Uhr. Ganztags werden im Festareal verschiedenste Produkte rund ums Schaf ausgestellt.

Ponyreiten, Schminken, Basteln, Malen und eine große Hüpfburg sind die besondere Freude der kleinen Besucher.

Kulinarische Köstlichkeiten vom „Ennstal Lamm“ werden zur Mittagszeit beim Almlammfest präsentiert. Dazu werden steirische Weine sowie steirische Fruchtsäfte serviert. Ebenso können die Besucher des Almlammfestes den ganzen Tag über Köstlichkeiten der Ennstaler Bäuerinnen genießen: süße und saure Krapfen, darunter den allseits beliebten „Steirerkrapfen“ sowie selbstgebackene Mehlspeisen.

Schaferlebnisse auf dem Hauser Kaibling

Schafe hautnah erleben können Gäste auf dem Hauser Kaibling in verschiedenen Varianten. Mit der Schladminger Tauern-Seilbahn (inkludiert im Angebot der Schladming-Dachstein Sommercard) gelangen Wanderer direkt auf das Senderplateau in eine Seehöhe von 1.870 Metern. Unmittelbar neben der Bergstation beginnt der Schafsinn-Rundweg, der interessante Informationen rund um das Almlammprojekt und viele Abenteuer für die ganze Familie bietet. Die umliegenden Hütten sorgen für das leibliche Wohl – unter anderem mit regionalen Almlammprodukten.

Programm