Vorzeigeprojekt Almlamm am Hauser Kaibling

EU-Leader Projekt "Ennstal-Lamm"

Das Almlammprojekt wurde 2008 ursprünglich als EU-LEADER-Projekt gestartet und entwickelte sich bis heute ausgezeichnet. Im Fokus steht ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erzeugen - das Ennstal Lamm. Gleichzeitig wird die Almlandschaft ökologisch gepflegt, die Artenvielfalt erhalten und ein Zuwachsen verhindert. Höhepunkt des Almlammprojektes ist das jährlich stattfindende Steirische Almlammfest immer am letzten Sonntag im Juli - ein Familienfest für Groß und Klein.

Das Projekt

Der Anfang

Mit dem Auftrieb von über 800 Schafen auf den Hauser Kaibling setzte der Schaf- & Ziegenzuchtverband mit den Hauser Kaibling Bergbahnen neue Impulse im Bereich der Landschaftspflege:

  • Gezielte Beweidung von Alm- und Pistenflächen
  • Wissenschaftliche Betreuung durch das LFZ Raumberg-Gumpenstein
  • Touristischer Nutzen
  • Professionelle Vermarktung

Die Schafhaltung hat in Österreich und natürlich auch im Bezirk Liezen eine lange Tradition. Bedingt durch den Rückgang von landwirtschaftlichen Betrieben, durch ständig steigende Kosten und auch Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft wurden auch die Almen zunehmend weniger bewirtschaftet. Das führt auf kurz oder lang zu dem Umstand, dass die Almen „zuwachsen“: Zwergsträucher, Sträucher und Bäume kommen auf. Auch die allgemeine Klimaerwärmung trägt das ihre dazu bei – die Waldgrenze steigt unaufhaltsam nach oben.

Die Umsetzung

Um dieser Entwicklung entgegenzuhalten, hat der Steirische Schafzuchtverband mit verschiedenen Partnern, wie zum Beispiel der Gemeinde Haus im Ennstal, den Hauser Kaibling Bahnen, dem LFZ Raumberg-Gumpenstein, sowie der Agrarbezirksbehörde Stainach, im Jahr 2008, das Almlämmer-Projekt am Hauser Kaibling ins Leben gerufen.

Anfang/Mitte Mai werden die Schafe auf den Hauser Kaibling aufgetrieben und verbringen dort ihre Sommerfrische! Für den Schäfer - seine Aufgabe ist es, die ca. 800 Schafe und Lämmer gut durch die Saison zu bringen - gehen die Vorbereitungen bereits Anfang Mai los. Beim Auftrieb werden die Schafe registriert, gewogen, entwurmt und einem genauen Gesundheitscheck unterzogen. Das gesamte Körpergewicht dieser Tiere liegt bei rund 40.000kg. In den 120 Tagen der Weideperiode wird die Schafherde insgesamt mehr als 1  Million kg wertvolles Gras, schmackhafte Almkräuter und Blätter von Sträuchen am Hauser Kaibling fressen. "Damit leistet die Herde einen wesentlichen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaft" so Arthur Moser, Geschäftsführer der Hauser Kaibling Seilbahn.

"Kuraufenthalt" am Hauser Kaibling

Abgesehen davon, dass sich die Tiere auf der Alm sehr wohl fühlen (vergleichbar mit einem „Kuraufenthalt“) bietet die sehr vielseitige Futterzusammenstellung beste Voraussetzungen für die Produktion hochwertiger Almlämmer, welche dann über das Ennstaler Schafbauernzentrum organisiert vermarktet werden.

Die ökologische „Pistenpflege“

Nachdem neben den Almflächen auch die Pistenflächen der Hauser Kaibling Bahnen beweidet werden, sorgen die Schafe für eine äußerst ökologische „Pistenpflege“ – der Einsatz von schweren Maschinen und Geräten kann somit wesentlich verringert werden.
Seitens des LFZ Raumberg-Gumpenstein wird diese Herde wissenschaftlich begleitet, wobei es um die Fragen der Auswirkung der Beweidung auf den Pflanzenbestand als auch auf die tierischen Leistungen (Zunahmen, Fleischqualität) geht.

Bergschäfer am Hauser Kaibling

Der gesellige Bergschäfer Franz Secklener betreut im Almsommer rund 800 Schafe am Hauser Kaibling - gemeinsam mit seinem Hütehund "Fly". „Als leidenschaftlicher Skifahrer bin ich sehr stolz dieses tolle Projekt unterstützen zu dürfen. Ich genieße die Zeit, welche ich mit meinem Hund „Fly“ und unserer 800 Stück großen Schafherde auf den Pistenflächen des Hauser Kaibling verbringe“, freut sich Franz Secklener. Die Verbundenheit zu den Schafen liegt nahe, war der erfahrene Schäfer doch ein Pionier in Sachen Schafhaltung und Direktvermarktung. Sogar einen Innovationspreis für einen der ersten Schafhaltungs-Betriebe mit Vollerwerb erhielt der aus Laakirchen in Oberösterreich stammende Schäfer. Photo: Martin Huber & Fritz Baumann

10. Steirisches Almlammfest

Abgerundet wird dieses Projekt mit dem einzigartigen, alljährlichen Steirischen Almlammfest am letzten Sonntag im Juli - dieses Jahr feierten wir am 30. Juli 2017 unser 10-jähriges Jubiläum.

Ein Familienfest für Einheimische und Gäste mit vielen Höhepunkten: Rund 5.000 Gäste verbrachten am Sonntag, dem 30. Juli, einen erlebnisreichen Tag beim 10. Steirischen Almlammfest und waren begeistert, als Schäfer Franz Secklener mit seinem Hütehund „Fly“ und der 800 Stück umfassenden Almlämmer-Herde am Festgelände eintraf.

Bei freiem Eintritt startete das Jubiläums-Programm bereits am frühen Vormittag mit einem ökumenischen Wortgottesdienst, dem sich die offizielle Eröffnung des 10. Steirischen Almlammfestes anschloss. Danach spielte die Marktmusikkapelle Haus im Ennstal zu einem zünftigen Frühschoppen auf. Gegen Mittag trieb Schäfer Franz Secklener gemeinsam mit seinem Hütehund „Fly“ die Schafherde direkt zum Festgelände. Für die musikalische Umrahmung sorgten die „Schoffeichtkoglposcha“ aus Wörschach.

Die Höhepunkte:

Schäfer Franz Secklener zog mit seiner Schafherde ins Festareal am Fuße des Hauser Kaibling ein. Alle Gäste erfreuten sich des schönen Anblickes, als Schäfer Franz mit seinem Hütehund „Fly“ und seiner großen Schafherde, viel Ruhe, Geduld und Liebe zu den Schafen ausstrahlend, von den Höhen des Hauser Kaibling über den Zielhang der FIS-Abfahrt talwärts zog. Die rund 5.000 Gäste – es waren auch viele Sommertouristen mit dabei – waren begeistert und strahlende Kinderaugen verfolgten das Spektakel. Schäfer Franz hütet mit Unterstützung seiner Praktikantin Margaretha Promok über 800 Schafe und Lämmer hoch oben auf dem Hauser Kaibling. Dort pflegen und beweiden die „Paarhufer“ von Juni bis September die Almen und Skipisten und helfen mit, dass diese nicht verwildern. Dazu Arthur Moser, Geschäftsführer vom Hauser Kaibling: „Die Schafe pflegen unsere Pisten ökologisch und bieten dem Sommer-Gast am Hauser Kaibling zudem ein besonderes Erlebnis“!

Doch nicht nur der Einzug des Schäfers, sondern auch die große Fendt-Traktorenausstellung inklusive dem stärksten Standardtraktor der Welt – Fendt 1000 Vario – begeisterten die kleinen und großen Besucher. Bestaunen, probesitzen und sich professionell beraten lassen konnten sich Gäste des Weiteren über den Fendt 800 Vario bestückt mit Schneekanonen, 700 Vario mit Hakenlift-Anhänger und Pistengerät, 500 Vario mit Snowliner, 300 Vario mit Mähwerk Front-Heck-Kombination und 200 Vario mit Frontmähwerk. Viele Maschinen wie Ladewagen, Mähtrack, Motormäher mit Mulche usw. rundeten die große Ausstellung ab. „Ob für den Transport oder das Verladen von Pistengeräten, Schneekanonen etc. – der Hauser Kaibling setzt auf Effizienz und Leistungsstärke in höchster technischer Qualität. Als stolzer Fendt 700 Vario Besitzer haben wir uns sehr gefreut die Fendt-Flotte beim Almlammfest präsentieren zu dürfen“ so Arthur Moser.

Um 15 Uhr fand dann das heuer erstmals ausgetragene Hauser Kaibling Schaf-Rennen statt. Dabei starteten 20 Schafe in fünf Gruppen in einem eigenen, 80 Meter langen, Parcours. Die jeweiligen Gruppensieger qualifizierten sich dann für das Finale. Besucher konnten bereits im Vorfeld auf das Sieger-Schaf setzen und wertvolle Preise gewinnen - die Erlöse der Wetteinsätze wurden für einen guten Zweck gespendet.

Über ein besonderes Programm rund um Ponyreiten, Schminken, Basteln, einer Hüpfburg und vieles mehr durften sich die kleinsten Besucher des Almlammfestes erfreuen.

Kulinarische Höhepunkte rund ums Ennstal-Lamm. Zu Mittag wurden die Köstlichkeiten rund um das Ennstal-Lamm präsentiert. Im Jänner 2013 wurde die Region als GENUSS-REGION ausgezeichnet. Ein Zeichen dafür, dass das angebotene „Ennstal Lamm“ höchste Qualität besitzt.
Hans Stabauer, Gründer der BBQ World Assocciation und Coach der AMA-Grilltrainer, grillte das Beste vom Lamm: Spareribs, Burger, Braten vom Hals, Kotelette, Schulter und Keule im Ganzen. Den ganzen Tag über konnten die Besucher des Almlammfestes Köstlichkeiten rund ums Lamm und regionale Spezialitäten der Ennstaler Bäuerinnen genießen. Die Landjugend präsentierte steirische Weine und verschiedenste Fruchtsäfte.

Dazu boten verschiedenste Aussteller ihre Erzeugnisse rund ums Schaf an. Am Nachmittag fanden zudem die Siegerehrung des Schaf-Rennens sowie eine Verlosung mit tollen Preisen statt. So gab es zum Beispiel eine Kinder-Saisonskikarte 2017/2018, eine Sommercard 2018, einen Fendt-Kindertraktor, einen Gutschein für ein Almlamm und auch Skier sowie vieles mehr zu gewinnen.

Schaferlebnisse auf dem Hauser Kaibling

Schafe hautnah erleben können Gäste auf dem Hauser Kaibling in verschiedenen Varianten. Mit der Schladminger Tauern-Seilbahn (inkludiert im Angebot der Schladming-Dachstein Sommercard) gelangen Wanderer bis 15. Oktober direkt auf das Senderplateau in eine Seehöhe von 1.870 Metern. Unmittelbar neben der Bergstation beginnt der Schafsinn-Rundweg, der interessante Informationen rund um das Almlammprojekt und viele Abenteuer für die ganze Familie bietet. Die umliegenden Hütten sorgen für das leibliche Wohl – unter anderem mit regionalen Almlammprodukten.

 

 

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